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Die Einstellung des OK-Modells in den Artikulator ist ein Vorgang, dem oft nicht allzu viel Beachtung geschenkt wird. Man geht davon aus, dass dies mit dem Gesichtsbogen schon fehlerfrei gelingen wird. Eine Rückkontrolle der Modellposition im Artikulator zur Situation in vivo erfolgt nicht.
Diese Fragen stellen sich unabhängig von verwendeten Artikulatorsystemen oder Geräten für die Axiographie. Und sie können auch entscheidend sein über Glück oder Unglück bei einer Rekonstruktion, noch bevor die Problematik der "richtigen" Bissnahme überhaupt andiskutiert ist. In einem Metier, welches sich gerne mit seiner hohen technischen Perfektion und Präzision brüstet, müssen solch grundsätzliche Fragestellungen eine Antwort finden. Wir haben eine Technik entwickelt, mit der die Rückkontrolle der Modellage zu der Lage der Zahnbögen im Verhältnis zu den kranialen Ebenen in vivo möglich ist, und damit systematisch Gesichtsbogenübertragungen untersucht. Die Veröffentlichung dieser Arbeit finden Sie im ICCMO-Kompendium 2004 Jenseits dieser technischen Fragestellungen eröffnet sich dann die Diskussion über die Physiologie, bzw. Funktion. Bewegt der Patient seinen Unterkiefer wirklich um die kondyläre Scharnierachse, oder treffen die Thesen von Gysi und Bennett zu, die ein Rotationszentrum weiter dorsal und kaudal suchten? Welchen Einfluss hat das auf den Winkel, mit dem die Zähne aufeinander zu bewegt werden? Gibt es Sinn, das OK-Modell mit Respekt zur terminalen Scharnierachse (TSR) zu orientieren, die lokalisiert wird, indem man den UK des Patienten in die RKP retrudiert, bzw. eine solche Position arbiträr mittelwertig zu übertragen, wenn man später das UK-Modell in einer anderen Bisslage dazu artikuliert? Welche Referenzebene bietet mehr praktische Relevanz, die Achsen-Orbita-Ebene, bzw. Frankfurter Horizontale (FH), oder die Okklusalebene, bzw. Kauebene? Gelingt die Übertragung der Referenzebene, auch zum Foramen orbitale, mit einem Mittelwert-Gesichtsbogen? Welche Auswirkung hat das auf die Kondylbahnneigung (HCN), welche mit Checkbissen oder einer Axiografie ermittelt wurden? Eine Aufarbeitung dieser Themen, sowie die Vorstellung von alternativen Techniken mit dem HIP-Mount und dem HeadLines-Gerät unter Verwendung der Bipupillarlinie, der Camper´schen Ebene, oder der HIP-Ebene als Referenz, finden Sie in der PDF-Datei Modellübertragung (ca. 270KB) Dieses Thema ist von solch grundlegender Bedeutung, dass wir ihm einen eigenen 1 1/2-Tageskurs gewidmet haben, in dem wir der Fragestellung nachgehen, ob es nicht Alternativen für die Modellübertragung gibt, bei denen wir mit einfacheren Mitteln und weniger Zeiteinsatz vorhersehbarere Ergebnisse erzielen können. Siehe hierzu HIP-Kurs, oder hier geht es direkt zur Online-Kursbuchung. |
Copyright: Institut für Temporo-Mandibuläre Regulation, 1999. Letzte Revision: 27. August 2006. |